Tag 8, Vitorino de Piaes – Ponte do Lima, 14,5 km

Ich hatte ausgeschlafen, es war aber noch nicht Zeit fürs Frühstück, das von Donha Fernanda für 8 Uhr vorgesehen war. Also noch mal umgedreht und dem auf das Vordach tromelnden Regen gelauscht. Die Freude war gross noch nicht unterwergs sein zu müssen, aber die Hoffnung auch klein, dass es bald mal besser werden würde. Da sich die ersten Pilgerfreunde bereits vor unserem Fenster tummelten standen wir dann doch auf. Beim Frühstück fanden wir dann Jocinto in die Rolle der Küchenchefin geschlüpft, Kaffee, Rührei und andere Leckereien für uns zubereiten. Die Chefin war offensichtlich noch nicht auf. Sie kam aber dann doch noch vor dem letzten Pilger, von dem einige schon annahmen, dass er wohl noch längewr in der Koje liegen würde, wenn ihn keiner weckt. Auch er kam dann irgendwann, deutlich vom Vorabend gezeichnet und erst mal nach Wasser verlangend.

Nach ausgiebigem Frühstück, wurden die Credenciales gestempelt, unsere Spenden abgeliefert und Abschied genommen. Im Poncho ging es dann los, dauernder Regen machte das Wandern nicht schöner aber dafür schneller, weil man dann ohne rechts und links zu Schauen einfach vor sich hin läuft. Die Wege waren zum Teil sehr schön, aber halt bei diesem Wetter nicht wirklich zu genießen.

Unterwegs trafen wir einige Pilger wieder, die wir schon kannten, u.a. die etwas unrund laufende Pilgerin, die gestern mit ihren beiden Freundinnen noch in der Casa Malinhas untergekommen war; und dort soll es auch sehr schön gewesen sein. Wenn die mal nicht immer so laut wäre, könnte man sie auch besser aushalten. Wir sassen in der Bar zum Pausenkaffee, da überholte uns Maria aus Köln, die uns schon morgens beim Start mit „Bis später“ verabschiedete. Wohlgemerkt wir waren eher losgelaufen.

Danach ging es mal rauf, mal runter an Strassen entlang oder durch Wälder in Richtung Ponte do Lima, wo uns ein reserviertes Hotelzimmer erwartete.
Eine deutsche Pilgerin wusste trotz reicher Ausstattung mit Pilgerliteratur nicht wo sie war. Der am Wegrand stehender Bildstock

war dann allerdings auch in ihrem Buch abgebildet.
Das Wetter wusste auch nicht so recht wohin. Immer wenn wir den Poncho abgestreift hatten, kam der nächste Schauer, zogen wir ihn über, kam die Sonne raus; dann war es unter dem Poncho nicht aus zu halten. Zum Glück war die Etappe heute mit 15 km nicht allzu lange und viel mehr musste es auch nicht sein. Kurz nach 13 Uhr waren wir dann eingecheckt und im Zimmer.
Nach Duschen und der kleinen Wäsche (Hemd etc.) im Waschbecken des Zimmers und einer kurzen Siesta gingen wir erst mal eine Kleinigkeit essen und trinken in das zum Hotel gehörige Restaurant.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.